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Differenz zwischen dem Nennwert und dem tatsächlich zu zahlenden, höheren
Kurswert eines Wertpapiers oder einer Geldsorte. Es wird meist in Prozent
des Nennwertes ausgedrückt. Gegensatz: Disagio (Abgeld,Abschlag).
Teilhaberpapier an einem Unternehmen. Der Besitzer - der Aktionär- ist
Miteigentümer der Aktiengesellschaft. Er hat, wenn die AG Dividende zahlt,
Anrecht auf die Ausschüttung und darf bei der jährlichen Hauptversammlung der
AG mitstimmen.
Investmentfonds, der in Aktien eines bestimmten Landes, einer festgelegten
Region, weltweit oder in eine Branche investiert. Er bietet dem Anleger eine
vielversprechende Chance, sich mit relativ geringem Kapitaleinsatz an ausgewählten
Börsen zu engagieren und eine attraktive Nachsteuerrendite bei Reduzierung des
Risikos zu erzielen.
Unternehmen, dessen Grundkapital aus Aktien besteht - hinter dem Namen steht
der Zusatz AG. Bei der Rechtsform einer Aktiengesellschaft
haften die Aktionäre nur mit ihrer Einlage,
dem Nennwert ihrer Aktie.
Börsenbarometer - der im Minutentakt ermittelte Index zeigt an,
wie die Börsentendenz ist. In einem Aktienindex sind Aktienkurse zusammengefaßt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) etwa besteht aus
den 30 größten und am meisten gehandelten deutschen Aktien. Die
weltweit wichtigsten Aktienindexe sind der Dow Jones (USA), der
FT-SE (Großbritannien) und der Nikkei (Japan).
Kursnotierung von Wertpapieren. Die Kurse werden durch den amtlichen Makler
an der Börse, im Amtlichen Kursblatt der Börse
sowie im Wirtschaftsteil der Tagespresse und anderen Medien
veröffentlicht. Zum Handel mit amtlicher Notierung werden nur
solche Wertpapiere zugelassen, die bestimmte Bedingungen
erfüllen. Zum Beispiel müssen bei der Zulassung ein Prospekt, der genaue Angaben über die Gesellschaft enthält, und jährlich die
Bilanz im Bundesanzeiger und in mindestens einer als
Börsenpflichtblatt zugelassenen Tageszeitung veröffentlicht
werden.
Berechnung des zukünftigen Wertes eines Kapitals, der sich durch Zuzählung der noch zu erwartenden Zinsen und Zinseszinsen ergibt.
Viele Aktiengesellschaften in Deutschland verkaufen eigene
Anteile zu einem deutlich günstigeren Preis an ihre Mitarbeiter als an die Börse. Das bindet das Personal an die Firma und
motiviert zu besseren Leistungen. In Deutschland gibt es mehr als
eine Million Belegschaftsaktionäre.
Hat eine Aktiengesellschaft zuviel Geld im Sparstrumpf, kann sie
ihre Gewinne oder Rücklagen in Aktienkapital umwandeln. Diese
Berichtigungsaktien erhalten die Altaktionäre. Der Kurswert der Aktien geht entsprechend der Aktienkapitalerhöhung zurück.
Wenn eine AG ihr Kapital erhöht, gibt sie neue Aktien aus. Die
bisherigen Aktionäre erhalten dafür ein Bezugsrecht. Das können sie ausüben oder verkaufen.
Zusätzliche Ausschüttung der AG an die Aktionäre neben der
regulären Dividende. Grund für einen Bonus kann etwa ein Firmenjubiläum oder ein einmaliger Sondergewinn des Unternehmens sein.
Ort, wo die Wertpapierbörse steht. Der wichtigste Börsenplatz ist
die New York Stock Exchange an der Wall Street. Danach folgen
London und Tokio. In Deutschland gibt es acht Börsenplätze. Führend ist Frankfurt, dann Düsseldorf und München. Zudem gibt
es die noch weniger wichtigen Regionalbörsen
Berlin, Bremen, Hamburg, Hannover und Stuttgart.
Sie sagen dem Anleger, ob die Wertpapierkurse steigen oder
fallen. Am liebsten sieht jeder Aktionär die Tendenzen fest und freundlich, noch akzeptabel sind erholt und uneinheitlich. Die
Tendenzen leichter und schwach stehen für sinkende und stärker
fallende Kurse.
In der Börsensprache: Angebot, Verkaufswunsch. Geld heißt das
Gegenteil: Ich will kaufen. Das B hinter dem Kurs in der Tageszeitung signalisiert: Zu diesem Preis wollen Anleger das
Papier verkaufen, haben aber noch keinen Käufer gefunden. Bei dem
Zeichen bB hinter dem Kurs - für bezahlt Brief - sind Aufträge abgewickelt worden, es stehen aber noch Aktien zum Verkauf.
Der Alptraum jedes Aktionärs: Die Börse kollabiert, die Kurse
gehen auf Talfahrt. Berühmte Crashs: Am 28. Oktober 1929, dem Schwarzen Freitag verloren die Aktien an der New Yorker Wall
Street 12,8 Prozent an Wert. Am 19. Oktober 1987 fielen die Kurse
sogar um 22,6 Prozent. Crashs haben auch ihr Gutes: Anleger können wieder billig einsteigen. Die berühmtesten Zocker
sind oft nach Crashs reich geworden.
Bankkonto für Wertpapiere. Das Kreditinstitut verbucht hier die
Käufe und Verkäufe. Am Jahresende gibt der Depotauszug Auskunft über den Wert aller Anlagen des Depots. Für die Verwaltung
verlangen die Banken jährlich Gebühren.
Gegenteil von Agio. Unterschied zwischen dem Nennwert eines
Wertpapiers und dem tatsächlich zu zahlenden, niedrigeren Kurswert. Meist in Prozent des Nennwertes ausgedrückt.
Der Teil des Gewinns, den das Unternehmen einmal im Jahr
ausschüttet. Die Dividende erhalten die Aktionäre in Deutschland nach der Hauptversammlung der AG.
Die Ausgabe einer bestimmten Menge neuer Wertpapiere zur
Unterbringung (Placierung) beim Publikum durch öffentlichen Verkauf.
Alle Wertpapiere, die während ihrer ganzen Laufzeit zu einem
vereinbarten festen Satz verzinst werden, z. B.
Kommunalobligationen und Pfandbriefe. Im Unterschied dazu: Dividendenwerte, also Aktien, deren Erträge von Jahr zu Jahr
schwanken können.
In der Börsensprache: Nachfrage, Kaufwünsche. Steht hinter dem
veröffentlichten Kurs eines Wertpapiers die Bezeichnung "Geld" oder einfach "G", so heißt das: Für das betreffende
Wertpapier herrschte große Nachfrage, aber es lagen keine entsprechenden
Verkaufsangebote vor. Gegenteil zu Brief
Mischform zwischen Aktie und festverzinslichem Wertpapier.
Besitzer dieser Scheine haben- anders als Stammaktionäre - kein Stimmrecht. Dafür gibt es in der Regel einen höheren gesicherten
Ertrag als bei Aktien in Form der Genußscheinausschüttung.
Marktabschnitt an der deutschen Wertpapierbörse; er ist zwischen
dem amtlichen Handel und dem Freiverkehr angesiedelt und bietet gegenüber dem amtlichen Handel erleichterte
Zugangsvoraussetzungen. Die Feststellung des Börsenpreises ist
nicht-amtlich, jedoch amtlich beaufsichtigt.
Die Kapitalanlagen in Investmentfonds (Aktienfonds, Rentenfons,
gemischter Fonds, Immobilienfonds, Spezialitätenfonds, ...) sind durch das KAGG geschützt. Investmentfonds unterliegen dadurch
strengen Anlagebestimmungen, die für eine Risikomischung sorgen
und die Einbeziehung organisierter Börsen regeln. Das Gesetz
sowie die vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen zu
genehmigenden Vertragsbedingungen gewährleisten Anteilinhabern
ein hohes Sicherheitsniveau.
Wesentlicher Bewertungsfaktor im Rahmen der fundamentalen
Aktienanalyse. Ziel ist es, den Gewinnbegriff einheitlich zu definieren, um - möglichst frei von Bewertungseinflüssen - die Vergleichbarkeit über einen längeren Zeitraum zu ermöglichen.
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Das Geld also, das die
Aktionäre in das Unternehmen investiert haben.
Die preiswerteste, sicherste und einfachste Art, Aktien
aufbewahren zu lassen. Die Papiere werden zentral bei einer Wertpapiersammelbank deponiert. Der Aktienbesitzer bekommt einen
Buchungsbeleg über den Kauf oder Verkauf der Aktien.
Jährliche Zusammenkunft aller Aktionäre einer AG. Die
Hauptversammlung entscheidet über wichtige, grundsätzliche Schritte des Unternehmens, über die Neuwahl des Aufsichtsrats,
die Verwendung des Bilanzgewinns, aber auch über die Auflösung der AG.
Langfristige Anlage von Kapital in Sachgütern, meistens
Produktionsmitteln (Maschinen, Anlagen, Fabrikhallen), im weiteren Sinne auch Anlage in Wertpapieren.
siehe Bezugsrecht
Jede langfristige Anlage von Geld, die Zinsen oder sonstige
Erträge (gewinne) bringt.
Wenn Aktiengesellschaften Geld brauchen, können sie neue Aktien
ausgeben. Wer Aktien dieses Unternehmens besitzt, bekommt ein
Vorkaufsrecht, das Bezugsrecht, auf die jungen Aktien.
eines der wichtigsten Beurteilungskriterien, ob eine Aktie teuer der billig
ist. Das KGV ist der Quotient aus dem aktuellen Aktienkurs und dem Jahresgewinn
des Unternehmens pro Aktie. Je niedriger das KGV, um so besser.
Der Preis einer Aktie. Er richtet sich nach Angebot und
Nachfrage. Mehr Kauf- als Verkaufswünsche treiben den Kurs in die Höhe.
Ober- oder Untergrenze, zu der das Kreditinstitut den
Börsenauftrag eines Kunden abwickeln soll.
Ein Kredit gegen Verpfändung von Rechten oder von wertbeständigen, leicht verkäuflichen Sachen, insbesondere von
Wertpapieren, Wechseln, Waren oder Geldforderungen.
Aktien, die auf den Namen des Besitzers ausgestellt sind. Die
Aktiengesellschaft, die Namensaktien ausgibt, führt ein Register, in dem sämtliche Aktionäre eingetragen sind.. Verkauft der
Aktieninhaber das Papier, muß die AG das auch im Namensregister
ändern.
Der auf einem Wertpapier aufgedruckte Betrag in DM, der vom
tatsächlichen Preis verschieden sein kann. Bei Aktien drückt der Nennwert aus, mit welchem DM-Betrag der Aktionär am Aktienkapital
einer Aktiengesellschaft beteiligt ist. Bei festverzinslichen
Wertpapieren ist der Nennwert gleich der Summe, die die Bank dem Inhaber des Papiers schuldet, und die sie ihm am Ende der
Laufzeit voll zurückzahlt.
Wenn amtliche Kurse ermittelt worden sind, werden sie
niedergeschrieben und veröffentlicht. Der Kurs ist dann notiert.
An- und Verkauf von Wertpapieren durch die Deutsche Bundesbank. Dadurch
werden Kreditinstituten und Wirtschaft Zahlungsmittel zugeführt oder entzogen.
Das Vorrecht, welches bei der Emission von Wertpapieren zuweilen dem Übernehmer
eingeräumt wird, weitere Anleihe- oder Aktienbeträge in bestimmter Höhe,
meist zu einem festgelegten Kurs, innerhalb eines festen Termins zu beziehen.
Bedeutet, daß Nennwert und Kurswert (Preis) eines Wertpapiers gleich sind.
Das Papier hat dann einen Kurs von 100 (Prozent des Nennwertes), den Parikurs.
Gebühr, welche die Bank für die Ausführung von Wertpapieraufträgen
verlangt. Bei Aktienkäufen- und verkäufen beträgt die Provision für die Bank
in den meisten Fällen ein Prozent vom Auftragswert. Da die Kreditinstitute auf
ihre Kosten kommen wollen, berechnen sie unabhängig von Auftragswerten eine
Mindestprovision. Sie liegt meist zwischen 30 und 50 DM.
Jede Aktiengesellschaft ist gesetzlich verpflichtet, bestimmte Informationen über das Unternehmen zu veröffentlichen, zu
publizieren. Manche AGs gehen aber noch weiter und
veröffentlichen darüber hinaus weitere Informationen über ihre Vermögens- und Ertragslage, Forschung und Entwicklung, über
Investitionspläne und so weiter, um ihre Aktionäre und die
Öffentlichkeit möglichst umfassend zu unterrichten.
Aktie, die nicht auf einen bestimmten, in Landeswährung
ausgedrückten Nennwert lautet, sondern als ein Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft bezeichnet ist, daher auch Quotenaktie genannt. Quotenaktien werden in der BRD nicht
ausgegeben.
Der Zinsertrag eines investierten Kapitals, wenn man
Kaufkraftveränderungen berücksichtigt.
Gewinn, den ein Wertpapier dem Besitzer pro Jahr bringt. In der
Rendite sind Kurssteigerungen, Dividenden und der eventuelle
Verkauf von Bezugsrechten immer einbezogen.
Aktie, die dem Inhaber die normalen, durch Aktiengesetz
festgelegten Mitgliedsrechte gewährt (Anspruch auf Dividende, Mitspracherecht auf Hauptversammlung, Stimmrecht). Gegensatz:
Vorzugsaktie
Grundrichtung eines Aktienkurses. Analysten versuchen, aus den
vergangenen Notierungen eines Papiers den zukünftigen Trend vorherzusagen.
Aktienaufträge von 50 Stück - bei Fünf-Mark-Aktien 100 Stück -
oder einem Vielfachen können über den variablen Handel abgewickelt
werden. Im Gegensatz zum Kassamarkt werden hier fortlaufend
Geschäfte abgeschlossen und Kurse festgestellt.
Schwankungsbreite von Kursen. Geht eine Aktie stark auf und ab,
hat sie eine hohe Volatilität. Für den Anleger bedeutet das die Chance auf schnelle und hohe Kursgewinne - aber auch ebenso
schnelle Verluste.
Eine Aktiengesellschaft kann neben ihren normalen Aktien
(Stammaktien) auch Aktien ausgeben, die mit keinem Stimmrecht in
der Hauptversammlung verbunden sind; für diesen Nachteil sind sie mit
besonderen Vorrechten ausgestattet, z.B. mit einer höheren
Dividende.
Ort, an dem unter staatlicher Aufsicht Aktien und Anleihen gehandelt werden. Im Gegensatz zum Wochenmarkt, wo Käufer gleich bezahlen, machen die Händler nur die Verträge aus. Wertpapiere und Geld wechseln danach automatisch den Besitzer. |
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